Geistliche Grundlagen - Ewige Eigentumsverhältnisse

Ewige Eigentumsverhältnisse

Gott schuf den Menschen als Ebenbild seines Wesens, als ein Gegenüber, das in Partnerschaft mit ihm über die Schöpfung regieren sollte (vgl. 1. Mose 1,26-27).

"Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren." (1. Mose 2,15)

Gott als Eigentümer des ganzen Universums gab dem Menschen das Paradies zum Besitz und übertrug ihm die zweifache Verwaltungsaufgabe des Bebauens und Bewahrens. Dazu versorgte er als liebender und freigebiger Schöpfer den Menschen mit allem, was er nötig hatte. Die Aufgabe des Bebauens nahm der Mensch erfolgreich wahr. In der Bewachung des Paradieses jedoch ließ er sich überraschen: Satan brachte ihn dazu, die einzige Vorschrift zu brechen, die Gott ihm bei aller Freiheit gemacht hatte. Denn er ließ sich verleiten, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen. Im Baumtest hätte er die Chance gehabt, Respekt vor dem Schöpfer und seinen Anweisungen zu zeigen. Doch mit seinem freien Willen entschied er sich, den Worten Satans mehr zu glauben als jenen Gottes und auch entsprechend zu handeln.

Die verlorenen Rechte

Das hatte fatale Folgen

Mit der Vertreibung aus dem Paradies wurde dem Menschen rechtlich gesehen das Besitzrecht am Garten Eden entzogen. Und damit verlor er auch die spielerische, fast kindliche Versorgung durch den Schöpfer und seinen Garten. War er vorher als Gärtner und Wächter Teil von Gottes Familie und hatte Anteil an seiner göttlichen Versorgung, wurde er nun auf sich allein zurückgeworfen. Seine Nahrung war nicht mehr länger garantiert, er mußte nun hart dafür arbeiten. 
Land, Grund und Boden wurden sowohl zur Basis der Arbeit als auch zur Grundlage, woher alles Hab und Gut kam. Darüber hinaus hatte Satan anstelle des Menschen die Verwalterstellung auf Erden eingenommen. Adam hatte gewählt und seine Nachkommen sind nun gezwungen, in einer Knechtsstellung gegenüber ihrem neuen Meister zu leben. Schnell zeigte sich, dass sie auch in Gesinnung und Wesen ihrem neuen Herrn ähnlich wurden (Epheser 2,1-3).


Der Kniefall entscheidet

Das illustriert ein universales Prinzip

Welcher Autoritätsperson der Mensch glaubt - und dies durch seine Taten beweist -, der ist er rechtlich zugeordnet. In deren Namen darf er tätig sein und deren Handlungsspielraum genießen. Und von deren Wesen wird er wiederum geprägt werden. Die Bibel zeigt auf, daß der Mensch immer unter einer Herrschaft stehen muß, es gibt keine neutrale Zone. 
Daß dies sogar für Jesus galt, lesen wir zu Beginn der Evangelien.
In seiner 40-tägigen Wüstenzeit bereitete sich Jesus auf seinen Auftrag vor. Dabei wurde er vor dieselbe Prüfung gestellt, wie Adam am Anfang der Menschheitsgeschichte: Satan offerierte ihm alle Reiche und Herrlichkeit der Welt mit den Worten:
"Diese ganze Macht will ich dir geben, denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Bete mich an, und alles ist dein" (Lukas 4,6).
Ganz offensichtlich hatte und hat Satan heute noch die Autorität Land, Macht und Geld an jene zu verteilen, die den Kniefall vor ihm absolvieren, denn Jesus widersprach seinem Anspruch nicht, dass ihm alle Reiche der Erde gehören!

Die Erlösung

Was konnte der Mensch nun tun, nachdem er seine Rechte verloren hatte?

Er konnte sie nur durch einen erneuten Herrschaftswechsel zurückgewinnen. Und das war und ist nur möglich, wenn der Mensch sich wieder Gott zuwendet. Diese Zuwendung nennt die Bibel "Glauben". Schon Abraham wurde es zur persönlichen Gerechtigkeit gerechnet, daß er Gottes Worten glaubte und im Vertrauen danach handelte. Als Folge davon erhielt er damals als erster Mensch seit dem Sündenfall von Gott zeichenhaft das ausdrückliche Besitzrecht an einem Stück Land. 
In der gleichen Weise handelte Jesus 2000 Jahre später. Er widerstand dem satanischen Angebot von Reichtum und Macht und erklärte: "Du sollst dem Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen". Jesus machte keinen Kniefall vor Satan. Im Gegenteil, der Sohn Gottes schuf durch seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung eine ganz neue Ausgangslage, die von da an für alle gelten sollte, die an ihn glaubten.

Jesus ist in den Riss zwischen Mensch und Gott getreten. Er hat unseren Pachtvertrag mit Satan aufgelöst und alle unsere Schuldscheine vor Gott zerrissen, damit wir Menschen wieder direkt mit Gott verbunden sein und unter seiner Herrschaft leben können (Kolosser 2,13-15). Der himmlische Vater wußte, daß kein Mensch aus eigener Kraft und Gerechtigkeit zu ihm zurückkommen kann. Darum kam Gott selbst, in der menschlichen Gestalt von Jesus Christus, holte uns heraus, wo wir gefangen waren, und kaufte uns durch Jesu Blut, durch sein Leiden und Sterben, aus der Macht Satans los.


Der neue Bund

Durch den Tod von Jesus Christus ist das Entscheidende möglich geworden

Der Mensch muß nicht mehr länger als Pächter und Knecht in Satans Diensten stehen. Er kann wieder als Kind des Himmlischen Vaters Anteil an dessen unbeschränkter Versorgung bekommen! Wenn ein Mensch durch den Glauben an Jesus Christus den Herrschaftswechsel von Satan zu Gott vollzieht, dann wird er Gott wieder legal überschrieben. Er wird zum Eigentum Gottes und gehört ihm zu hundert Prozent mit allem, was er hat und kann. Einschließlich seiner Schulden, seiner unbeglichenen Rechnungen, Fehlinvestitionen und anderen Defiziten und ebenso seiner Begabungen, Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie mit all seinem Hab und Gut, seinem Besitz, seinem Gehalt, seinen offenen und versteckten Sparbüchern, Prämien und Notgroschen. Diese Verbundenheit mit Gott und die Versorgung durch den Schöpfer kann der Mensch aber nur erleben, wenn er Jesus Christus nicht nur als Erlöser sondern auch als Herrn all seiner Lebensbereiche annimmt.


Wem diene ich?

Und gerade diesen Sachverhalt hat Jesus sehr klar auf den Punkt gebracht

Unser Vertrauen auf Gott ist vor allem am Umgang mit unserem Hab und Gut zu erkennen. Jesus warnte seine Nachfolger deutlich: 
"Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den anderen lieben oder er wird an dem einen hängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon" (Matthäus 6,24).

Bis heute besteht die von Jesus für alle Menschen ausgesprochene Mahnung: Wenn Gott nicht Herr über den Besitz eines Menschen sein darf, dann kann Gott auch nicht Herr dieses Menschen sein! Ein Mensch, der Gott so mißtraut, dient ihm nicht uneingeschränkt und bedingungslos und wird als Folge dessen die himmlische Versorgung auch nicht in der vorgesehenen Fülle erfahren. Dies führt letztlich zu noch mehr Mißtrauen gegenüber Gott. 


Haben oder Sein

Bis heute ist es so: Geld regiert die Welt.

Ganz offensichtlich ist der Mammon einer der Weltherren. Einer dieser mächtigen und gewaltigen Himmelsfürsten, die Paulus erwähnt und gegen die wir den guten Kampf des Glaubens kämpfen müssen, um ganz frei für Gott zu werden. 
Satan verkörpert nicht nur das Antigöttliche und Böse, sondern durch den Mammon auch das Prinzip des Habens. Er ist der Gott des materiellen Konsums. Seine Botschaft lautet: "Mehr ist besser!" und "Geld macht glücklich!". Dadurch festigt er seine Macht über die Menschen, indem er ihnen Sicherheit und persönliches Wohlergehen vorgaukelt, aber sie gerade dadurch versklavt hält.

Jesus hingegen repräsentiert das Prinzip der Liebe, des Seins. Er ist gekommen, um uns ein Leben in der Verbundenheit mit Gott, der Quelle des Lebens, zu ermöglichen. Ein Leben des kindlichen Empfangens und Gebens – so wie es im Anfang gedacht war. Ein Leben, das geprägt ist von einer offenen Gesinnung des Teilens und des Sich-Verschenkens. Diese Gesinnung des Seins in Gott lässt sich nicht durch das Haben verführen, sondern erfährt ihre Kraft dadurch, dass sie an die einzige, ewig sprudelnde Quelle angeschlossen ist.

Aufsteigen durch Niederknien

Die Frage ist: Möchte ich dieses Leben?

Jeder Mensch ist zu diesem Wechsel zurück zu Gottes allumfassender Herrschaft herausgefordert. Jeder von uns muß Gott seine persönliche Antwort geben. Zu diesem Herrschaftswechsel gehören folgende Aspekte: Jesus sagte: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles tut, was ich euch gebiete. Ich nenne Euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört habe, Euch kundgetan habe." (Johannes 15,13-15)


Ein persönliches Gebet

Das folgende Gebet kann Ihnen eine Hilfe auf diesem Weg sein:
"Himmlischer Vater, ich will, dass ich selbst und all mein Hab und Gut zu hundert Prozent von dir ergriffen sind. Ich akzeptiere dich als meinen einzigen und bleibenden Versorger für alles, was ich je benötigen werde, heute und an jedem weiteren Tag. Ich wähle willentlich, dir im Glauben und Handeln zu vertrauen. Ich erkläre mich bereit, mich und mein Hab und Gut in deiner Gesinnung der Liebe einzusetzen, wie du es mir in Jesus vorgelebt hast und mich durch deinen Heiligen Geist anleitest."


Eine Empfehlung

Bringen Sie in einem schriftlichen Willensentscheid zum Ausdruck, daß Sie ab heute im Umgang mit Geld und Besitz nach Jesu Gesinnung leben möchten. Und halten Sie sich täglich die gewaltige Verheißung vor Augen:

"Alles ist euer, ihr aber gehört Christus, Christus aber ist Gottes." (1. Korinther 3,23)


Wenn Sie dieses Gebet zu Ihrem eigenen gemacht haben, verstehen Sie sich selbst als Befreiter und Beschenkter in Jesus Christus und darüber hinaus als Verwalter, der alles, was er ist und hat, für Gott einsetzt. Dazu gehört die persönliche Umsetzung des Erkannten und ebenso wichtig, das Vermitteln der Botschaft an andere Menschen. Nicht nur die Botschaft von der Erlösung, sondern auch das Leben als treuer Verwalter für den liebenden und versorgenden Herrn. So können andere Christen dieselbe Freiheit erfahren und das Reich Gottes wird mächtig gefördert. 


Machen Sie sich eine Liste von fünf Personen, denen Sie gemäß 2. Timotheus 2,2 davon erzählen möchten und beten Sie für von Gott geführte Möglichkeiten. Wir können Sie dabei mit diversen Hilfsmitteln unterstützen.